Para Leichtathletik
Aus dem ehemaligen Volkssport Turnen hat sich eine vielseitige und spannende Sportart entwickelt, die heute für Dynamik, Faszination und Leistungsvielfalt steht: die Leichtathletik. Spätestens seit den ausverkauften Stadien bei den Paralympics in London 2012 bildet sie das Herzstück der Spiele.
Auch im BPRSV e. V. nimmt die Leichtathletik eine zentrale Rolle ein. Im Verein trainieren Athletinnen und Athleten aller Leistungsstufen – vom Einstieg bis zum Spitzensport. Unter ihnen befinden sich Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister sowie Paralympics-Medaillengewinner.
Das Trainingsangebot umfasst zahlreiche Disziplinen wie Laufen, Kugelstoßen, Speerwurf, Diskuswurf, Weitsprung und Rennrollstuhl. Betreut werden die Sportlerinnen und Sportler von einem erfahrenen und lizenzierten Trainerteam, das individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingeht.
Optimale Voraussetzungen bietet der paralympische Stützpunkt in Cottbus: moderne Trainingsmöglichkeiten und ideale Wettkampfbedingungen bilden die Basis für eine gezielte und individuelle Leistungsentwicklung. Dabei sind alle Trainingsangebote auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Athletinnen und Athleten abgestimmt und fördern vor allem eines – die Freude an Bewegung und Sport.
Para Leichtathletik gehört seit den ersten Paralympics 1960 zum festen Bestandteil des Programms und ist heute die Sportart mit den meisten Teilnehmenden. Durch die große Vielfalt an Disziplinen können Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen teilnehmen – darunter beispielsweise Sportlerinnen und Sportler mit Querschnittslähmung, cerebralen Bewegungsstörungen, Kleinwuchs oder Sehbehinderung. Je nach Voraussetzung kommen dabei Hilfsmittel wie Guides, Rennrollstühle oder spezielle Sportprothesen zum Einsatz.
Wie im olympischen Sport wird auch in der Para Leichtathletik zwischen Lauf- und Sprungdisziplinen (Track Events) sowie technischen Disziplinen (Field Events) unterschieden. Allerdings sind nicht alle klassischen Disziplinen vertreten: So gehören beispielsweise Stabhochsprung, Hürdenlauf oder Hammerwurf nicht zum paralympischen Programm. Stattdessen gibt es angepasste Wettbewerbe wie den Keulenwurf oder Racerunning.
Zusätzlich zu den internationalen Leichtathletikregeln gelten spezielle Anpassungen von „World Para Athletics“, etwa im Umgang mit Hilfsmitteln, Prothesen oder Sportanlagen. Die Sportart hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt – sowohl technisch als auch sportlich.
Ein großer Vorteil der Para Leichtathletik ist ihre Flexibilität: Für nahezu jede Form von Behinderung gibt es passende Disziplinen und individuelle Anpassungsmöglichkeiten. Dadurch wird Sport für alle zugänglich – unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen. Auch gemeinsames Training von Menschen mit und ohne Behinderung ist problemlos möglich und bietet viele Chancen für Austausch und gegenseitige Motivation.
Mach mit – wir freuen uns auf dich!
Hier gibt es alle Informationen zu Para Leichtathletik im Handbuch Behindertensport.
